Regierungschef mit Denkhemmungen ODER Genosse Erwin Sellering

17. Januar 2017 0 Von hberkel

Die mit der Landesregierung kooperierende Presse namens Ostsee-Zeitung meldet am 17.1.17: Mit Enttäuschung hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im NPD-Verbotsverfahren reagiert. „Das ist ein bedauerliches Ergebnis, das wir aber natürlich akzeptieren müssen“, sagte Sellering am Dienstag in Schwerin.

Es sei wichtig, dass das Gericht klar festgestellt hat, dass die NPD eine verfassungsfeindliche Partei ist, die planvoll an der Abschaffung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung arbeitet. „Sie ist eben keine Partei wie andere auch“, betonte Sellering. Es sei ein Erfolg, dass die NPD seit der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen September in keinem Landtag mehr vertreten ist. Dennoch sei das Urteil für ein Land wie Mecklenburg-Vorpommern, in dem die NPD in den vergangenen zehn Jahren ihre Kräfte konzentriert hat, bitter. „Denn bei uns verfügt die Partei nach wie vor über Strukturen, über kommunale Mandate und Verbindungen in die Kameradschaftsszene“, erklärte der Ministerpräsident. „Die Landesregierung wird den Kampf gegen Rechtsextremismus und Gewalt und für eine freiheitliche, offene und demokratische Gesellschaft weiter fortsetzen.“

Ist er nicht ein Schlingel, unser Herr Ministerpräsident? Im schönsten R2G-Jargon gibt er seinem Volk kund und zu wissen: Die NPD ist ganz anders als wir, und die zweite ganz andere Partei wächst schon heran. Deshalb wird meine Landesregierung und unter meiner Führung – Heil Sellering! – weiter gegen Rechtsextremismus und Gewalt (wer ist eigentlich nicht gegen Gewalt?) und für Freiheit (die Genossen und die Merkelianer sind bekanntlich Paradebeispiele für Freiheitskämpfer) und Demokratie kämpfen. Anders kann er auch nicht, denn er ist ein Gesinnungsrichter, einer von inzwischen viel zu vielen im Land und leider einer auf einem staatlichen Podium mit vielen bunten Lautsprechern und mit schier unendlich viel Geld aus dem Steuersäckel.

„Bitter“ mag das Urteil für ihn höchstpersönlich sein, bestimmt nicht für das Land – zu dem auch die NPD-Wähler gehören. Aber die sind ja nicht sein Land. Bitter für ihn, weil das Verfassungsgericht ihn in den Senkel gestellt hat. Er hat einen Prozeß verloren! Scheiße, Herr Sellering, nicht wahr? Besonders unangenehm für einen Richter, der ja schon von Berufs wegen immer recht hat. Wie wär’s, wenn Sie Ihre Gedanken nicht immer wieder in die durch Gewöhnung eingeübten Begriffe einrasten ließen, sondern ihnen mutig die Freiheit gäben? Aber nein, jetzt geht Ihr Kampf erst richtig los! Denn was wäre R2G ohne den Feind von rechts? Der lauert ewig und überall; notfalls muß er erfunden werden, sogar mit Hilfe des Bundesverfassungsgerichts. Wie sehr die NPD ihre Kräfte konzentriert hat in dem Land, in dem Sie seit 16 Jahren Minister – nicht etwa für Frauen, Senioren, Kinder, Gleichstellung (wessen auch immer) und dergleichen – und seit gut 8 Jahren Ministerpräsident sind, das sehen wir nicht zuletzt am Ergebnis der jüngsten Landtagswahl.

Auch Sie sind politisch inzwischen so korrupt unanständig, daß Sie sich nicht scheuen, den Rauswurf der NPD aus dem Landtag auf Ihre Fahnen zu schreiben, obwohl Sie wissen, daß Sie diesen Erfolg einzig und allein der Alternative für Deutschland zu verdanken haben. Gute Nacht, Herr Ministerpräsident!